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Positionspapier Jagen im Ausland

Nachhaltige Jagd im Ausland – Positionspapier des Deutschen Jagdverbandes (DJV) und des internationalen Jagdrates zur Erhaltung des Wildes (CIC), Deutsche Delegation

Der Deutsche Jagdverband (DJV) ist ein gemeinnütziger Verein und Dachverband der 15 Landesjagdverbände, wobei Bayern Ende 2009 ausgetreten ist. Die Aufgabe des DJV ist der Erhalt und Schutz von Wild, Jagd und Natur. Der Deutsche Jagdverband veröffentlicht jährlich Verbandsberichte über seine Funktionen und Tätigkeiten sowie Positionen zu Themen, die die Jagd betreffen. Dabei wird unter anderem das Positionspapier für die nachhaltige Jagd im Ausland erläutert.

Eine nachhaltige Bejagung ist nach wie vor Naturschutz! Erwiesenermaßen kann die Jagd, sofern diese nachhaltig durchgeführt wird, einen bedeutenden Beitrag zum Erhalt der gefährdeten Tierarten leisten. Aus diesem Grund sind Jäger stets an einem intakten und facettenreichen Lebensraum interessiert. So erhält die nachhaltig durchgeführte Jagd unter anderem die existentielle biologische Vielfalt und verringert außerdem Konflikte in der Kulturlandschaft.

Leider werden regelmäßig Stimmen gegen die Jagd im Ausland laut. Mit Schockbildern von qualvoll verendeten Tieren und Petitionen wird negative Stimmung gegen die Auslandsjagd gemacht. Doch nicht die legale und kontrollierte Trophäenjagd, sondern die illegale Wilderei bedeutet eine Gefahr für die gefährdeten Wildarten.

Darum stellt der Deutsche Jagdverband (DJV) klar, dass es selbstverständlich ist, dass gefährdete Wildarten ausschließlich dann bejagt sowie die Trophäen importiert werden dürfen, wenn diese nachhaltige Nutzung dem Erhalt der Wildart dient. Dabei legen die CITES-Vertragsstaaten alle Einzelheiten schriftlich fest.

Positionspapier für die nachhaltige Jagd im Ausland

Eine nachhaltige Jagd verhindert erwiesenermaßen Schäden. So ist die sinnvolle Nutzung von Wildtieren (wise use) seit vielen Jahren von Jägern sowie angesehenen Verbänden wie dem WWF wichtiger Bestand des Artenschutzkonzepts. Es zeigt sich deutlich, dass die Erlöse einer Auslandsjagd für den Artenschutz als auch Projekte gegen die Wilderei in den südlichen Ländern Afrikas unverzichtbar sind. Dies betrifft unter anderem die afrikanischen Länder Namibia, Südafrika, Zimbabwe und Sambia.

Aus diesem Grund setzen sich der Deutsche Jagdverband (DJV) und der Internationale Jagdrat zur Erhaltung des Wildes und der Jagd (CIC) mit den betroffenen afrikanischen Jagdländern gemeinsam für den Schutz der bedrohten Wildarten ein. So wurde das Positionspapier für die nachhaltige Jagd im Ausland aufgesetzt. Dies besagt, dass eine vorsichtige und nachhaltige Nutzung ein wirksames Mittel für den Bestand der Wildarten bedeutet. Denn durch diese erhalten die Wildtiere einen besseren Stellenwert und vermitteln der Bevölkerung, dass der Schutz wilder Tiere notwendig ist.

“Keine Art darf aussterben” verlangt die Weltnaturschutzunion IUCN in Amman. Denn häufig trägt die Jagd zum Erhalt von gefährdeten Tierarten bei. So hat ein ausnahmsloses Jagdverbot noch nie den Rückgang von Wildbeständen verhindert. Im Gegenteil – aus unterschiedlichen Gründen wurde der Artenschwund verstärkt. Bei der Jagd im Ausland übernimmt der Gastjäger eine besondere Verantwortung. Darum appelliert der Deutsche Jagdverband und der Internationale Jagdrat zur Erhaltung des Wildes alle im Ausland jagenden Jäger, sich der Verantwortung gerecht zu werden. Die wichtigsten Punkte für nachhaltiges Jagen im Ausland werden im Positionspapier des DJV und des CIC festgehalten.